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LAND UNTER IN GROSSSCHÖNAU!!!
Dem sprunghaften Anstieg konnten weder Feuerwehr noch Einwohner viel entgegen setzen. Viele Menschen versuchten Ihr Hab und Gut so gut wie möglich zu retten. In dieser Zeit gingen bei der Feuerwehr einige Notrufe ein, welche dringendes Handeln verlangten. Neben medizinischen Notfällen waren mehrere Familien in ihren Häusern eingeschlossen. So zum Beispiel an der Poche. Dort musste die Feuerwehr eine Familie aus dem Haus evakuieren während im Nachbargrundstück der Giebel einer Scheune den Wasserdruck nachgab und mit dem Wasser des Pochebaches mitgerissen wurde. An den Ortszufahrten in zu dieser Zeit nichts mehr. Auch im Ortszentrum war ein weiterkommen nicht zu denken. Die Lausur überspülte die Hauptstraße auf einer Länge von rund 200 Metern. Ein Rettungswagen blieb in den Wassermassen liegen und musste von der Feuerwehr herausgezogen werden. Die zu versorgenden Patienten wurden dann mittels LKW über die Flu7ten gebracht werden und konnten erst dann den Weg ins Krankenhaus antreten. Zur gleichen Zeit stürzte die Garage am Lindenweg unter einem lauten Krach ein und wurde von der Lausur weggespült. Gegen 16.00 Uhr, wurde dann durch den Krisenstab der Katastropenalarm ausgelöst.
Unterdessen musste die Feuerwehr weitere Personen im Bereich Talstraße evakuieren. Diese mussten, da Zufahrt oder Zugang zum Haus unmöglich waren, mithilfe eines Schlauchbootes gerettet werden. Die eintreffende Verstärkung des Roten Kreuzes übernahm die Personen. In der Jahnturnhalle wurde durch diese Einsatzkräfte eine Notunterkunft hergerichtet, in welche die evakuierten Personen gebracht wurden. Gegen 19 Uhr erreichte der Pegelstand den Wert von rund 3,30 Meter. Zu dieser Zeit mussten weitere hilfebedürftige Personen aus ihrem Haus auf der Niederen Mandau Straße durch die Feuerwehr Großschönau gerettet werden.
Gegen 19:30 Uhr fiel der Pegelstand dann langsam. Die Feuerwehr unterstütze den medizinischen Rettungsdienst bei der Bergung von medizinischen Notfällen im unzugänglichen Teil des Niederdorfes.
Die Wasserstände der beiden Flüsse gingen im laufe der Nacht zurück. Erst am nächsten Morgen wurde das Ausmaß dieses Hochwassers richtig sichtbar. Hier eine kleine Bestandsaufnahme einiger Schäden in der Ortslage Großschönau:
Nahezu jedes Haus, welches in direkter Nachbarschaft der Flüsse liegt wurde beschädigt, teilweise auch unbewohnbar gemacht. Die Keller der Häuser welche in der Nähe der Flüsse oder dem Sturzbächen der Felder liegen wurden geflutet. Verwüstung aller Straßen, welche direkt an den Flüssen liegen. Der Schaukelsteg an der Theodor Haebler Straße wurde weggerissen und liegt rund 50 Meter weiter in der Mitte der Mandau. Eine Halle der Damino wurde schwer beschädigt eine ungehinderte Arbeitsaufnahme ist derzeit nicht möglich. Der Steg am Gässchen zwischen Mühlwiese und An der Sense wurde schwer beschädigt. Die Kreuzung Auf der Sense / Prof. Krumbholz-Straße besteht nur noch aus einem 2 Meter tiefen Loch. Die Lausurbrücke zum Kindergarten sowie die Bacheinfassung im Bereich An der Lausur wurden schwer beschädigt. Die Garage Lindenweg wurde komplett weggerissen. Die Brücke zwischen Hainewalder Straße und Niederer Mandauweg wurde ebenfalls schwer Beschädigt. Der untere Teil des Kleinen Bades wurde von den Wassermassen der Lausur genauso in Mitleidenschaft gezogen wie die Brücke zum Hirschgässel sowie ein Teil des Hirschgässels.
Zum Leidwesen unserer Schuleintrittler vielen viele Schuleintrittsfeiern buchstäblich ins Wasser. Danke für die Einwohner, welche Ihren Kalten Buffets zur Verpflegung der Feuerwehr zur Verfügung stellten.
Die Höhe der Schäden zu beziffern wäre im Moment spekulativ, jedoch steht jetzt schon fest, dass sie sich im mehrstelligen Millionenbereich bewegen wird.
In unserer Fotostrecke haben wir Bilder vom Hochwasser selbst, sowie zu den Hochwasserschäden zusammen getragen. Danke unter anderem an Frau Anne Müller und Herrn Michael Ritter für die Fotos.
Bilder vom Hochwasser am 07.08.2010
Bilder der Hochwasserschäden
Folgen der Katastrophe - vom 09.08.2010
Videos vom Hochwasser
09.August 2010 - am heutigen Nachmittag war ich mit dem Fahrrad unterwegs - ursprünglich um Fotos von den folgen des Hochwassers zu machen. Allerdings verging es mir, schon unter dem Aspekt der Rücksichtnahme gegenüber der vielen Betroffenen, meine Kamera einzusetzen. Auf meinem Weg konnte ich mit vielen Opfern sprechen. Viele Menschen, welche teilweise alles verloren haben, denen ein Wohnen in Ihrem Haus nicht mehr möglich ist, und deren Versicherung nicht dem Schaden entsprechend ist, benötigen unbedingt und schnelle Hilfe. Wie in den Medien bekannt wurde, ist unbürokratische Hilfe von unserer Landesregierung zu erwarten. Mein persönliches Problem dabei ist, das diese Hilfe vielleicht auf kommunaler Ebene ankommt aber die "Kleinen" nicht erreichen wird. Vielleicht schwimmt die Hilfe gar mit dem Fluss zum Beispiel nach Görlitz - ich weiß es nicht aber es ist für mich naheliegend.
Noch kann man das genaue Ausmaß der Schadens nicht überblicken - aber eins steht fest - viele Menschen können sich selbst nicht helfen. So zum Beispiel eine Familie mit einem behinderten Kind deren Heim mit der Flut unbewohnbar wurde und welche nun mit Hilfe der Nachbarn vorübergehend eine Unterkunft finden konnten. Oder aber den Verein "Kleines Bad" in welchen durch die Mitglieder Jahrelang gebaut, verschönert, verbessert wurde. Ich habe das Bad am heutigen Abend besucht - es ist ein schrecklicher Anblick. Nicht nur ein großer Teil der Einrichtung der Räume - sondern auch das Äußere ist schwer beschädigt.
Am Samstag, den 14. August, 2010 ist in diesem Bad ein Arbeitseinsatz geplant. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele, gerade Die, welche nicht direkt betroffen sind, solidarisch verhalten und Zeichen setzen. Ihre Mithilfe ist unbedingt gefragt. Kommen Sie um 09:00 Uhr ins Bad. Schön wäre, wenn Sie persönliches Werkzeug wie Schaufel, Rechen mitbringen könnten.
Wenn es Ihnen möglich ist, den einen oder anderen Euro abzugeben, wäre es schön, wenn Sie sich an unserer Spendenaktion beteiligen würden.
SPENDEAUFRUF Nach einigen hin und her habe ich nun eine vernünftige Variante für die Spendenabwicklung gefunden. Sie haben folgende Möglichkeiten:
1. Spenden via Paypal: Diese Spenden landen auf einem Paypalkonto welches für diesen Zweck eingerichtet wurde. Dieses Konto wird zum 31.08.2010 abgerechnet. Sie erhalten eine "Spendenquittung" für die Transaktion, welche aber steuerlich nicht abgerechnet werden kann. Der Erlös der dort eingehenden Spenden kommt dem "Kleinen Bad in Großschönau" zu hundert Prozent zu gute. Natürlich wird auf unserer Seite zu gegebener Zeit entsprechend berichtet. Möchten Sie über Paypal spenden, klicken Sie auf den Paypal - Button. Wenn Sie kein Paypal Konto besitzen, können Sie dieses bequem und kostenlos anlegen.
2. Spenden an das Spendenkonto Johanniter Sachsen e.V.: Ich konnte die Johanniter Unfallhilfe e.V. als Unterstützer der Spendenaktion gewinnen. Zuwendungen an die JUH sind im Rahmen der aktuellen Regelungen steuerlich abzugsfähig (unter 100 Euro reicht die Vorlage des Kontoauszuges, darüber stellt die JUH gern eine Zuwendungsbescheinigung aus). Allerdings weist die JUH darauf hin, dass der Ansprechpartner vor Ort über die Mittelverwendung entscheiden muss. Vorschläge sind natürlich jederzeit willkommen! Möchten Sie über die Johanniter Unfallhilfe spenden nutzen Sie bitte die folgende Bankverbindung:
Kontonummer 4331102
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "Grossschönau"
Fragen zum Thema beantworte ich Ihnen gern unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Telefon unter 035841 83818. E wäre schön, wenn sich viele an der Aktion beteiligen um die dringend benötigte Hilfe geben zu können.
BERICHT WÄHREND DES HOCHWASSER: Weite Teile des Ortes sind unter Wasser. Die Lausur ist an mehreren Stellen über die Ufer getreten. So geht im Bereich Schießwiese im Moment nichts mehr. Gleiches gilt für die Ortslage Neuschönau. Auch dort wurde dei Straße zum Fluß. Der Mandaupegel ist stark absteigend (Siehe http://www.feuerwehr-grossschoenau.de/pegelstand-mandau.html) und hat die 1.50 Meter überschritten. Damit gilt Warnstufe 1!!!) Die Feuerwehr ist im Einsatz!!! So zum Beispiel auf der Waltersdorfer Straße. Ich werde im laufe des Nachmittags über den aktuellen Stand der Dinge auf dieser Seite informieren....
14:10 Uhr - Der Mandaupegel hat die 2 Meter Marke überschritten. Aktueller Stand liegt bei 2,30 Meter - WARNSTUFE 4! Die Ausfahrt aus dem Ort ist nur noch begrenzt möglich. Die Watersdorfer Straße musste wegen der Überfluteten Lausur gesperrt werden. Der Pochebach am Ortseingang von Zittau ist ebenfalls über die Ufer getreten. Der Wetterdienst hat die höchste Warnsstufe ausgerufen. In den kommenden Stunden können noch bis zu 60 Liter / m² hinzukommen.
Aktuelle Informationen gibt es auch auf unseren Twitternews!
23:55 Uhr - Im laufe des Nachmittages erreichte der Mandaupegel mit rund 3.40 Meter seinen Höchstpunkt. Mehrere Brücken wurden beschädigt oder sind nicht mehr vorhanden. So der "Schaukelsteg" und der Steg zwischen Hainewalder Straße und Niederer Mandauweg. Am Stern stürzte der Giebel eines Hauses ein. Auf dem Lindenweg das Haus an der ehemlaigen Brücke zu an der Lausur. Die Feuerwehr war die ganze Zeit im Einsatz und musste mehrere Personen mit Schlauhbooten retten. Darunter auch einige medizinische Notfälle.
Um 16:30 Uhr wrde der Katastrophenalarm ausgelöst. Es wurde Personal vom Deutschen Roten Kreuz aus Weißwasser zur Verfügung gestellt. In der "neuen Turnhalle" wurde eine Notunterkunft und die Einsatzleitstelle für die Kräfte des DRK eingerichtet.
Viele Straßen sind starkt beschädigt und nicht mehr befahrbar. Bitte beachten Sie unbedingt alle Sperrungen!!!!!
ERSTE BILDER ZUM HOCHWASSER IN DER GALERIE: http://www.grussschiene.de/Bilder
Weitere Informationen und Bilder im laufe des heutigen


