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Journalist schreibt über Leute im Grenzgebiet
Von der „Sonnebergbaude“ in Waltersdorf hat sich der Saarländer Günter Schmitt gestern um 9 Uhr mit seiner Beagle-Hündin „Emma“ nach Eibau aufgemacht. 3100 Kilometer haben die beiden schon in den Beinen. Günter Schmitt ist freier Journalist
und hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr einmal entlang der gesamten deutschen Grenze zu wandern.
Am 20. März 2010 ist er dafür in seiner Heimatstadt am Weltkulturerbe Völklinger-Hütte gestartet. In 200 Tagen will er einmal um Deutschland gewandert sein. „Weit über die Hälfte haben wir geschafft“, sagt er gestern beim Frühstück in der „Sonnebergbaude“. Nach einer Woche Wandern gönnt er sich und seiner zweieinhalb-jährigen Hündin immer einen Tag und ab und an mal zwei Tage frei. „Emma ist das erste Mal auf so einer großen Reise, und auch ich mache so eine Tour nur einmal im Leben“, erzählt der inzwischen 60-Jährige. Seinen runden Geburtstag hat er mitten bei seiner Wandertour mit drei, vier Freunden an der Nordsee gefeiert. Die Geburtstagsfeier holt er später zu Hause nach.
Spannende Geschichten
Sein Projekt hat der Reise-Journalist in 21 Etappen unterteilt. Er schreibt ein Buch darüber. Es wird kein Reiseführer, sondern von den Menschen an der Grenze berichten. Und darüber, in wieweit die Grenzen auch in den Köpfen der Leute geöffnet sind. „Ich höre am Tag mindestens eine spannende Geschichte. Ein Kollege hat mir mal gesagt – nur dort, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich. Und das stimmt.“ Auch deshalb macht der Saarländer die Reise durch Deutschland bewusst nicht per Anhalter oder mit dem Rad. „Wenn du durch das Land wanderst und noch dazu einen Hund dabei hast, kommst du unwillkürlich mit den Leuten ins Gespräch.“ Günter Schmitt ist immer auf der Suche nach Heimat- und Grenzgeschichten, Dialekten. Auf seiner Tour geht er nie schnurstracks an der Grenze lang. Er sucht auch gezielt Sehenswürdigkeiten im Grenzgebiet auf. Und er wandert mindestens einen Tag in jedem Nachbarland.
Auf die Wanderung durch das Zittauer Gebirge hat er sich schon lange gefreut. Seit dem Ausgangsort war er bisher nur im Flachland unterwegs. „Jetzt bin ich endlich in den Bergen und kann auf Wald- und Wiesenwegen laufen. Das ist schöner als auf dem asphaltierten Oder-Neiße-Radweg von der Ostsee bis zur Lausitz“, sagt er. Und Günter Schmitt schwärmt von dem, was er hier sieht. „Hier erlebt man so eine Fülle von Naturschönheiten – bizarre Felsformationen, wunderschöne Panoramablicke auf die Landschaft, Bauden und vieles mehr.“ Günter Schmitt freut sich, dass ihn im Zittauer Gebirge der Wanderwegewart Bernd-Joachim Schmidt begleitet. Er zeigt ihm rechts und links seines Weges ein paar Dinge, die er sonst nicht gesehen hätte. Der Journalist ist begeistert, als er von der Luisenhöhe auf Oybin schaut und durch die Mühlsteinbrüche wandert. „Das Zittauer Gebirge ist ein absolutes Highlight für jeden Wanderfreund. Ich verstehe gar nicht, warum der Bergkammweg nicht als Premiumweg klassifiziert ist“, sagt er.
Im Buch wird es menscheln
2011 soll sein Buch über das Leben an der Grenze erscheinen. „Es wird sehr menscheln.“ Günter Schmitt will auf jeden Fall bald wieder durchs Zittauer Gebirge wandern. Denn hier hat er auch am Rande sehr nette Leute kennen gelernt. „Ich habe mir in Zittau das Fastentuch angesehen. Es ist das erste Mal seit ich unterwegs bin, dass ich mit dem Hund in ein Museum durfte.“ Denn wo sein Hund nicht rein darf, geht auch er nicht hin. Über Eibau führt ihn nun sein Weg im Uhrzeigersinn rund um Deutschland nach Bad Schandau, dem Erzgebirgskammweg, die Alpen und den Pfälzer Wald wieder ins Saarland.
www.fernwege.de
Am 20. März 2010 ist er dafür in seiner Heimatstadt am Weltkulturerbe Völklinger-Hütte gestartet. In 200 Tagen will er einmal um Deutschland gewandert sein. „Weit über die Hälfte haben wir geschafft“, sagt er gestern beim Frühstück in der „Sonnebergbaude“. Nach einer Woche Wandern gönnt er sich und seiner zweieinhalb-jährigen Hündin immer einen Tag und ab und an mal zwei Tage frei. „Emma ist das erste Mal auf so einer großen Reise, und auch ich mache so eine Tour nur einmal im Leben“, erzählt der inzwischen 60-Jährige. Seinen runden Geburtstag hat er mitten bei seiner Wandertour mit drei, vier Freunden an der Nordsee gefeiert. Die Geburtstagsfeier holt er später zu Hause nach.
Spannende Geschichten
Sein Projekt hat der Reise-Journalist in 21 Etappen unterteilt. Er schreibt ein Buch darüber. Es wird kein Reiseführer, sondern von den Menschen an der Grenze berichten. Und darüber, in wieweit die Grenzen auch in den Köpfen der Leute geöffnet sind. „Ich höre am Tag mindestens eine spannende Geschichte. Ein Kollege hat mir mal gesagt – nur dort, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich. Und das stimmt.“ Auch deshalb macht der Saarländer die Reise durch Deutschland bewusst nicht per Anhalter oder mit dem Rad. „Wenn du durch das Land wanderst und noch dazu einen Hund dabei hast, kommst du unwillkürlich mit den Leuten ins Gespräch.“ Günter Schmitt ist immer auf der Suche nach Heimat- und Grenzgeschichten, Dialekten. Auf seiner Tour geht er nie schnurstracks an der Grenze lang. Er sucht auch gezielt Sehenswürdigkeiten im Grenzgebiet auf. Und er wandert mindestens einen Tag in jedem Nachbarland.
Auf die Wanderung durch das Zittauer Gebirge hat er sich schon lange gefreut. Seit dem Ausgangsort war er bisher nur im Flachland unterwegs. „Jetzt bin ich endlich in den Bergen und kann auf Wald- und Wiesenwegen laufen. Das ist schöner als auf dem asphaltierten Oder-Neiße-Radweg von der Ostsee bis zur Lausitz“, sagt er. Und Günter Schmitt schwärmt von dem, was er hier sieht. „Hier erlebt man so eine Fülle von Naturschönheiten – bizarre Felsformationen, wunderschöne Panoramablicke auf die Landschaft, Bauden und vieles mehr.“ Günter Schmitt freut sich, dass ihn im Zittauer Gebirge der Wanderwegewart Bernd-Joachim Schmidt begleitet. Er zeigt ihm rechts und links seines Weges ein paar Dinge, die er sonst nicht gesehen hätte. Der Journalist ist begeistert, als er von der Luisenhöhe auf Oybin schaut und durch die Mühlsteinbrüche wandert. „Das Zittauer Gebirge ist ein absolutes Highlight für jeden Wanderfreund. Ich verstehe gar nicht, warum der Bergkammweg nicht als Premiumweg klassifiziert ist“, sagt er.
Im Buch wird es menscheln
2011 soll sein Buch über das Leben an der Grenze erscheinen. „Es wird sehr menscheln.“ Günter Schmitt will auf jeden Fall bald wieder durchs Zittauer Gebirge wandern. Denn hier hat er auch am Rande sehr nette Leute kennen gelernt. „Ich habe mir in Zittau das Fastentuch angesehen. Es ist das erste Mal seit ich unterwegs bin, dass ich mit dem Hund in ein Museum durfte.“ Denn wo sein Hund nicht rein darf, geht auch er nicht hin. Über Eibau führt ihn nun sein Weg im Uhrzeigersinn rund um Deutschland nach Bad Schandau, dem Erzgebirgskammweg, die Alpen und den Pfälzer Wald wieder ins Saarland.
www.fernwege.de
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Quelle: Sächsische Zeitung vom 20.07.2010 Autor. Holger

