Brücken, Steige, Straßen & Kommunikationswege
An Brücken, Steigen, Straßen und Kommunikationswegen, diesen für den Verkehr unentbehrlichten Bauwerken hat das Dorf und Dorfgebiet Groß- und Neuschönau eine große Anzahl. Die Brücken und Steige, welche schon mit dem Anbaue an den Ufern der Mandau und Lausur notwendig wurden, haben sich nach und nach bei zunehmender Bevölkerung und Lebhaftigkeit des Verkehrs bis 37 vermehrt, ungerechnet einige ganz kleine Brücken, z.B. über das s.g. Bächlein, den aus der Mandau abgeleiteten und in den Aueteich fließenden Graben und über den Obermühlgraben gelegt sind. Über die Mandau führen 4 große und 6 kleine Brücken, so wie 5 große und 8 kleine Steige und zwar dem Laufe des Wassers nach in folgender Ordnung:
ein Steige an der Warnsdorfer Grenze;
ein Steig bei den Häusern untern Nr. 208 und267, beide von umwohnten Bauern und Gärtnern in baulichem Wesen erhalten;
ein kleiner Steig bei den Häusern Nr. 200 und 202, von der Gemeinde zu bauen;
eine steinerne Brücke bei der obern Schmiede, sonst ein Steig. Sie wurde im J. 1820 mit einem Kostenaufwande von 500 Rthlr. erbaut, ruht auf 3 Pfeilern und ist 9 Ellen breit.
ein kleiner Steig bei dem Hause 285;
einer dergleichen bei dem Garten unter Nr. 172;
eine hölzerne Brücke bei den Häusern Nr. 307 und 162. Ursprünglich befand sich hier ein hölzerner Steig; 1791 wurde eine hölzerne Brücke, aber 1800 wieder ein Steig gebaut. Die unterhalb desselben bei Anwesenheit Gr. Maj. des Königs Anton von Sachsen in Großschönau im Oktober 1829 angelegte Interimsbrücke wurde hierher verlegt und führt seitdem den Namen der Königsbrücke.
ein kleiner Steig bei dem Garten unter Nr. 310;
ein Steig bei dem Hause 322, von Bauern und Gärtnern zu unterhalten;
eine hölzerne Brücke bei den Häusern Nr. 322 und 335,ehemals ein Steig, welcher um 1745 von den unwohnenden Häuslern angelegt worden war;
ein kleiner Steig bei dem Hause Nr. 81 und dem gegenüberliegenden Hause Nr. 342. Ehdingsrügen aus dem 17ten Jahrhundert erwähnen eine Brücke vor Christoph Göhles (in Nr. 80) und Hans Bortmanns (in Nr. 79), welche in dieser Gegend gelegen haben muß;
ein Steig bei der niedern Schmiede, ehemals vielleicht auch eine Brücke:
ein Steig bei der Steinmühle, beide von der Gemeinde zu unterhalten;
eine steinerne Brücke, genannt die Schaafbrücke bei der Sandschenke. Sie wurde sonst von der Herrschaft in baulichem Wesen erhalten, wobei die Gemeinde nur Fuhren und Handdienste leistete; nach der Zerteilung der Vorwerksäcker aber wurden der Gemeinde vom Zittauer Rathe unterm 16. Sept. 1782 alle Bauten an desselben übertragen. Eine Hauptreparatur an desselben war im J. 1745 und 1746 erfolgt, und im J. 1790 (vom 6August bis zum 13.November) erbaute man sie steinern mit einem Kostenaufwande von mehr als 500 Rthlr.
ein Steig bei dem Hause Nr. 16;
ein Steig ohnweit des Gartens Nr. 401 über den linken Arm der Mandau;
ein Steig ohnweit des Hauses Nr. 7b, welche, welche drei letzern auf die Aue führen. Über den Mühlgraben der Steinmühle gehen:
eine kleine Brücke zwischen den Häusern Nr. 85 und 87;
eine steinerne Brücke bei dem Hause Nr. 81;
eine Brücke bei der niedern Schmiede und dem hause Nr. 74.
eine kleine steinerne Brücke bei der Steinmühle über den Schleusengraben;
eine steinerne Brücke bei dem Hause Nr. 44, welche im Jahre 1805 erbaut wurde.
eine steinerne Brücke bei den Häusern Nr. 29 und 35, im J. 1832 erbaut, früher ein kleiner Steig und hölzerne Brücke.
Die 11 Brücken und Steige über die Lausur und den Obermühlgraben sind folgende:
die Landbrücke, welche die von Waltersdorf nach Warnsdorf führende s.g. Königsstraße geht, im J. 1769 vom Zittauer Rathe neu gebaut;
die Schaffbrücke auf der Schaaftreibe;
der hintere Lausursteig, steinern sonst hölzern;
der Kirchensteeig, ebenfalls steinern;
die Todtenbrücke beim Gemeindehause, über welche die Viehwegstraße nach Waltersdorf führt. Sie wurde in J. 1777 steinern mit zwei Bogen ausgeführt und kostete 173 Rthlr. 14 Gr. 3 Pf.
die steinerne Brücke, über welche die neue führt, mit derselben in J. 1832 erbaut;
ein kleiner Steig bei dem Hause Nr. 111;
die Lausurbrücke bei dem Hause Nr. 107 und dem Garten Nr. 141. Sie war sonst ebenfalls hölzern und wurde im J. 1804 steinern erbaut;
eine steinerne Brücke über den Mühlgraben bei der Mühlwiese, im J. 1743 erbaut aus dem Kirchvermögen. Über diese Brücke geht die Straße nach Waltersdorf.
eine dergl., über welche die neue Chaussee führt, und
eine dergl., bei der Bretschneidemühle. Über das Waltersdorfer Wasser fürht die kleine Schaaftreiberücke und eine Brücke bei Neuschönau zum Wege in den herrschaftlichen Busch. Die Pochbrücke über das Pochwasser zwischen den Häusern Nr. 4 und 5 wurde bei dem Chausseebaue 1832 vergrößert.
Diese Brücke und Steige bilden die Verbindung aller Haupt- und Nebenwege, welche das Dorfgebiet auf die mannigfaltige Weise durchkreuzen. Nur der wichtigsten sei hier gedacht. Im Dorfe selbst gibt es außer den vielen Wegen und Gässchen, welche die einzelne Lage der Häuser nötig macht, zwei Hauptstraßen. Sie gehen an beiden Ufern der Mandau von der Warnsdorfer Grenze an bis nach Hainewalde hin, sind nach Beschaffenheit des Raumes bald breiter, bald schmäler und bilden Gassen bald von einer, bald von zwei Reihen Häuser. Einzelne Teile der beiden Straßen haben Steinpflaster, z.B. der Teil von der neuen Brücke bei der obern Schmiede, vom Hause Nr.280 an bis zur Königsbrücke bei dem Hause Nr. 307, seit dem J. 1811; von dieser Brücke an bei dem Hause Nr. 162 über den Schulberg und die Lausurbrücke bis über die kleine Brücke bei dem Hause Nr. 81, nach und nach seit dem J. 1802; von dem Hause Nr. 338 an bis zum Niederschmiedesteige und von da bei dem Hause Nr.357 bis zum Steinmühlsteige die dem Hause Nr. 382; die breite Aue seit 1819 (nach einem Vermächtnisse des Häuslers Gottlieb Gründler in Nr. 426). Auch der Hauptweg auf der Mühlwiese von der obern Mühle an bis auf die Viehwegstraße neben dem Hause Nr. 462 ist seit 1801 mit Steinpflaster versehen.
Außer den vielen Bauer- und andern Privatwegen führen von der nördlichen Seite des Dorfes folgende Straßen und Kommunikationswege über das Dorfgebiet:
1) die Straße nach Hainewalde
Sie beginnt an der Schaafbrücke und führt auf dem ehemaligen Hofe über den Kellerberg und das Hofefeld nach Hainewalde. Sie ist vor einigen Jahren neu und so viel wie möglich in grader Richtung angelegt worden. Der Großschönauer Teil bis an die Hainewalder Grenze wurde im J. 1834 gebaut.
2) die niedere Viehwegstraße
Sie fängt in der Viehweggasse an zwischen den beiden Gartennahrungen unter Nr. 363 und 366, führt neben den Viehweghäusern vorbei über das Hofefeld in den herrschaftlichen Busche und bildet den Kommunikationsweg nach Spitzkunnersdorf.
3) die Straße nach Warnsdorf
Wenn man den freien Weg zwischen dem Bauergute Nr. 316 und dem Garten Nr. 310 an den Häusern Nr. 313, 314 und dazu rechnet; so ist ihr Anfang bei dem Garten Nr. 317 und sie geht an den obern Bauernhöfen hin bis nach Warnsdorf zwischen den Bauergütern Nr. 302 und 273 führt zu ihr eine im Dorfe bei dem Hause Nr. 300 beginnende s.g. freie Straße.
4) die Warnsdorfer Straße
Sie geht von Warnsdorf aus über die obern Felder, durchschneidet in örtlicher Richtung an der nördlichen Seite des Hutberges das Großschönauer Hofefeld und bildet den Kommunikationsweg von Warnsdorf nach Hainewalde. Dieser Straße wird bereits in einer Kaufurkunde 1568 gedacht.
Auf der südlichen Hälfte des Dorfgebietes finden sich folgende Straßen:
5) die Chaussee von Großschönau nach Zittau
Die ehemalige als Hauptverbindungsweg betrachtete Straße war ursprünglich wohl nur ein öffentlicher Fahrweg, welcher die Verbindung mit der Gründschen Straße bilden sollten. Dieser Fahrweg kam von Warnsdorf her hinter den Bauernhöfen des Oberdorfes herunter, ging bei der Pfarrwiedemuth in Dorf, führte über die Lausur bei den Häusern Nr. 110 und 111 und bei dem Garten Nr. 97 wieder aus dem Dorfe hinter den Bauerhöfen herunter über den Kraftberg und vereinigt sich hier (auf dem Bauergute Nr. 32) mit der Gründschen Straße. Diese ging nun am Ende des Dorfes bei dem Bauergut Nr.2 sich rechts wendend an der Mittagsseite des Breitenberges nach Bertsdorf und von da nach Zittau. Die zweite Fortsetzung dieser Straße, welche von Großschönau aus in Krümmungen an der westnördlichen Seite des Breitenberges über das Hainewalder Gebiet führte und an der Grenze zwischen Hainewalde und Bertsdorf hingehend sich dann mit der Straße von Hainewalde nach Neu- und Althörnitz vereinigte, ist unstreitig jüngern Ursprungs und wurde später erst als Hauptweg von Großschönau nach Zittau benutzt. Diese Straße befand sich in einer sehr schlechten Beschaffenheit, denn obgleich nach Inhalt alter Ehdingsrügen jeder Grundbesitzer die Pflicht hatte, „alle freien Straßen und Wege, so weit es sei Gut betrifft, richtig in Bau zu halten;“ so mag dafür nur wenig geschehen sein. Nicht von jedem Beteiligten war gleiche Pflichterfüllung zu ermöglichen, und diese Art Straßenbesserung, auch wenn sie einzelne Teile betraf, wie z.B. der Straßenbau auf dem Kraftberge in J. 1809, konnte in neuerer Zeit bei lebendigerem Verkehre nicht mehr ausreichen. Die von Jahr zu Jahr schlechter werdende Beschaffenheit veranlasste mehrere Gemeindemitglieder Großschönaus in einer Bittschrift unterem 24. August 1828 bei den höchsten Behörden die Chaussierung dieser Straße zu beantragen und dass ein Chausseegeld zu Unterhaltung derselben erhoben werden möchte. Obgleich nun diese Straße keine Hauptstraße war, welche auf Staatskosten hätte gebaut werden müssen; so kam doch die höchste Landesregierung in Berücksichtigung der bei der fraglichen Straße obwaltenden Umständen und örtlichen Verhältnisse dem Wunsche der Gemeinden Groß- und Neuschönau mit hochzurühmender Bereitwilligkeit entgegen. Die Gemeinden erklärten sich am 28. Febr. 1829 dahin, den Bau durch 5000 Spann- und Handdiensttage unterstützen zu wollen, und übergaben Gr. Majestät dem Könige Anton bei seiner Anwesenheit in Großschönau am 19. Oktober 1829 ein zweites Bittschreiben. Da des Königs Majestät bei dieser Gelegenheit die üble Beschaffenheit der Straße selbst wahrgenommen, so erging endlich am 15. November 1830 ein allerhöchstes Reskript, welches die Herstellung dieser Straße in gebetener Weise aussprach. Im J. 1831 wurde nun der Straßenbau bei der Althörnitzer Mandaubrücke begonnen, bis auf den Breitenberg fortgeführt und im J. 1832 von da an bis an die böhmische Grenze zum Teil auf der alten Straße, zum größten Teile aber auf neuem Grunde halbhausseemäßig in einer Länge von 1988 ½ Ruthe und in einer Breite von 12 Ellen vollendet. Auf Großschönauer Gebiete geht die Straße von der Hainewalder Grenze an größtenteils auf dem alten Grunde fort bis zum Bauergute Nr. 72; von hier wendet sie sich in grader Linie über die Felder, bei dem Hause Nr. 113 vorbei über die Mühlwiese und kommt bei der Pfarrwiedemuth wieder auf die alte Straße, die sie nur verlässt, um eine (bei manchen zu berücksichtigenden Wünschen) möglichst grade Richtung zu behalten. Zu diesem Straßenbaue bewilligte der König aus Landeskassen für jedes Jahr 4619 Rthlr. 18 Gr. und überdies für das Jahr 1831 ein Gnadengeschenk von 500 Rthlr. und auf ein vorgängiges Bittschreiben vom 27. Januar 1832 abermals 500 Rthlr., zusammen 10239 Rthlr. 12 Gr. Da aber die sämtlichen Baukosten ohne die 5000 Dienstage, einschließlich der 400 Rthlr. betragenden Straßenmeisterlöhne auf 11019 Rthlr. 18Gr. veranschlagt waren, so hatten die Gemeinden noch einen Kostenaufwand von 780 Rthlr. und 6Gr. zu bestreiten. Hierzu gab die Zittauer Kaufmannssocietät
Am 29. Mai 1832 für arme Fabrikanten einen Beitrag von 85 Rthlr.. Eine Chausseegeldeinnahme wurde in dem Hause Nr. 64 am 1 März 1833 eröffnet, und bepflanzt wurde diese Straße noch in demselben Jahre mit 1350 Äpfel- 383 Pflaumenbäumen und 15 Akazien.
Von dieser Chaussee aus führten ins Dorf mehrere s.g. freie Einfahrten, welche schon die alte Straße mit dem Dorfe in Verbindung brachten. Solche freie Einfahrten finden sich bei dem Bauergute Nr. 7a, auf dem Kraftberge, bei dem Bauergute Nr. 32 ins Niederdorf, bei dem Bauergute 72a ins Mitteldorf und bei dem Bauergute Nr. 193 ins Oberdorf. Auch die alte bei der Pfarrwiedemuth und dem Pfarrgehöften ins Dorf sich wendende Straße kann nun als eine freie Einfahrt betrachtet werden.
6) die Straße nach Waltersdorf
Sie heißt auch die Oberviehwegstraße, geht von der Chaussee aus bei dem Hause Nr. 142b an den obern Viehweghäusern neben der Pfarrwiedemuth hinaus bis nach Walterdorf und hat seit Einführung des Preußischen Zolls als eine erlaubte Zollstraße von Waltersdorf nach Böhmen eine größere Wichtigkeit als vor dem. In früheren Zeiten mehrmals in fahrbaren Stand gesetzt z.B. 1799 wurde sie im J. 1833 ganz neu und der möglichst graden Richtung wegen zum Teil auf dem Grunde und Boden der Wiedemuth gebaut. Die Gemeinde verwilligte deshalb in einem am 6. Sepbr. 1833 mit dem Zittauer Stadtrat als Gollaturherrschaft abgeschlossen Rezesse für 214 Ruthen Landes von der Wiedemuth einen Erbzins von 8 Rthlr. zu Weihnachten jeden Jahres an den Pfarrer zu zahlen. Der Bau dieser Straße kostete der Gemeinde einschließlich der Spannfuhren und Handdienste 1765 Rthlr. 19Gr. 6Pf. Durch die Verlegung der Straße wurden 22433 Ellen Grund und Boden gewonnen, welchen man an die Viehweghäusler jedem zu seinem Teile mit 4 und 5 Pf. die Elle gerechnet zusammen für 334 Rthlr. 21Gr. 7Pf. verkaufte. Nicht unbedeutend war der Schade, welchen der Durchbruch des Pitschelteiches am 4.Jan. 1834 dieser Straße verursachte.
7) die Straße nach Neujohnsdorf,
von der Viehwegstraße aus quer über die südlichen Felder, vielleicht auch schon ein alter nach Böhmen führender Fahrweg.
8) die Gründische Straße
Diese unsteinige sehr alte und vormals durch lebhaften Verkehr wichtige Straße besteht seit der neuen Zolleinrichtung eigentlich nur noch als Fahrweg vom böhmischen Dorfe Grund bis Neuschönau und auf die Viehwegstraße. Sonst durchschnitt sie die ganze südliche Hälfte des Dorfgebietes, führte dann, wenn sie sich beim Kraftberge mit dem Dorffahrweg vereinigt hatte, an den Bauerhöfen des Niederdorfes hinunter, wendete sich rechts nach Bertsdorf und bildete von dieser Südwestseite die Verbindung des Zittauischen Gebiets mit Böhmen, eine Verbindung, welch sonst gewiss durch gemeinsamen Glauben und durch gemeinsame Beherrschung den wechselseitigen Verkehr sehr lebhaft machte.
9) die Bertsdorfer Straße
Sie ist als Fortsetzung der Gründischen Straße zu betrachten, und war sonst der gewöhnliche Weg nach Zittau.
10) die Straße von Waltersdorf nach Bertsdorf
berührt den südöstlichen Teil des Großschönauer Dorfgebietes.
11) die Landstraße oder der Königsweg
Auch diese aus Böhmen über Waltersdorf und Großschönau Grund und Boden nach Warnsdorf und Rumburg führende Straße ist jetzt zollgesetzlich verboten. Sie mag in der Vorzeit nicht ohne Wichtigkeit gewesen sein, denn ihrer bedienten sich die Fuhrleute aus dem Meißnischen, um den Zoll auf der hohen Straße über Zittau nach Gabel zu umgehen. König Wenzeslav verbot sie daher lt. Urk. d. d. Donn. V. oculi 1419 und König Sigismund wiederum am Freit. N. Allerheil. 1422. Als König Matthias II im J. 1611 nach Budissin zur Huldigung reiste, ging die Reise, weil eben in Zittau eine Pestkrankheit herrschte, von Gabel über Waltersdorf nach Rumburg diese Straße, welche man seitdem den Königsweg nannte.
12) der Jungfernsteig
Dies ist ein Fußweg welcher auf dem ehemaligen obern Vorwerke anfing, bei dem Garten unter Nr. 166 ins Dorf, dann
Über die Mandau (wo?) , die jetzigen Gärten unter Nr. 336, 351 und über das Hofefeld nach Hainewalde führte. Der Sage zu Folge sollen zwei adlige Fräulein und Schwestern diesen Weg von Hainewalde nach Großschönau oft gegangen sein. Zuverlässiges hierüber ist nicht bekannt.
Seit dem J. 1820 sind diese Straßen und Weg nach Oberamtsverordnung vom 29. Jan. 1820 mit Wegweisern versehen, und an den nötigen Stellen finden sich Ortstafeln. Ihre Anschaffung kostete zusammen 56 Rthlr. 3 Gr. 6Pf., wovon der Neuschönauer Anteil 11 Rthlr. 6 Gr. 6Pf. betrug.
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